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Die "optimale" Katzenhaltung in einem Züchterhaushalt gestaltet sich schwieriger als in einem normalen Haushalt mit 1 - 3 kastrierten Samtpfoten. Hält man als Züchter dazu noch eigene, potente Deckkater wird es noch um einiges komplizierter.

Man kann nicht einfach alle Katzen frei rumlaufen lassen, wie man sich das in einem normalen Katzenhaushalt vortsellt. Die potenten Kater würden die Mädels dann arg bedrängen, da Kater schließlich das ganze Jahr über an den Mädels interessiert sind. Die Mädels haben jedoch nur Interesse an den Katern, wenn sie rollig sind. Dies würde zu unnötigem Stress und Disharmonie untereinander führen, was wir vermeiden wollen.

Daher leben unsere Katzen in 2 bzw. hin und wieder auch in 3 Gruppen - die Kater, die Mädels und in den ersten Wochen nach der Geburt haben die Mütter und ihre Babys auch noch "ihr eigenes Reich". Jedoch bekommen alle voneinander mit, dass da noch andere Katzen & Kater sind, hören und sehen sich.

Vorher haben unsere potenten Kater gemeinsam in einem eigenen, toll ausgestattetem Zimmer gelebt, womit wir jedoch nicht so ganz zufrieden waren.  Die Jungs konnten die Mädels zwar hören und riechen, aufgrund der Anordnung unserere Räume aber nicht sehen. Dies führte dazu das die Jungs irgendwann angefangen haben lautstark nach den Mädels zu rufen und leider auch (teilweise) stark zu markieren. Es war kaum auszuhalten - weder die Jungs, noch wir waren zufrieden. Daher leben unsere beiden aktuellen Jungkater, Reamon & Quentin, nun zusammen mit uns, unseren beiden Katzen-Omas (8 & 9 Jahre) und unserem Zwergspitz im Wohnzimmer. So können sie die Mädels nun auch beobachten und unter unserer Beobachtung in Kontakt mit ihnen treten. Dies ist unser Versuch auf ein harmonischeres und ausgeglicheneres Zusammenleben mit poteten Zuchtkatern. Im Laufe des Jahres 2020, wenn die Jungs ihre ersten "Techtelmechtel" mit den Mädels hatten,werden wir dann sehen, ob und welche (hoffentlich positven) Veränderungen diese Variante der "Zuchtkaterhaltung" mit sich bringt und, ob es für uns (und unsere Kater) die beste Lösung ist.    

Unsere Mädels haben weiterhin "ihr eigenes Reich". In einem knapp 20 m² großen Zimmer können sie den ganzen Tag nach Belieben spielen, toben und schlafen. Jedoch können sie nun nicht mehr so einfach mit zu uns in Wohnzimmer kommen, da hier ja nun unserer Kater sind. Dafür haben wir jetzt jedoch ein zusätzliches Zimmer für unserer Mädels - unser ehemaliges "Katerzimmer" (12 m²) nun ja wieder "frei", so dass dort unsere werdenden Mamas vor der Geburt einziehen und darin auch die ersten Wochen zusammen mit ihren Babys verbringen. Diese Möglichkeit ist eine wirkliche Bereicherung für alle. Die Katzenmütter haben dadurch viel mehr Ruhe und können sich entspannter um ihren Nachwuchs kümmern. Gerade bei Katzen, die zum ersten Mal Babys haben ist das gut.

Spätestens nach der ersten Impfung (im Alter von 8 / 9 Wochen) ziehen die Kitten und die Mama dann aber auch wieder zurück in das eigentliche Reich unserer Mädels. Dies ist für die weitere Entwicklung und Sozialisierung der Kitten enorm wichtig. In unserem regulären "Katzenzimmer" lernen sie nicht nur andere, große Kratzbäume kennen, sondern eben auch andere Katzen verschiedener Altersgruppen. Diese übernehmen dann auch die eigentliche "Erziehungsarbeit" und zeigen den Kleinen, was sie dürfen und was nicht. Für die Kitten ist das toll und ein richtiger "Abenteuerspielplatz". Und für die größeren Katzen ist es auch gut. Sie lernen durch die Kitten auch sich zurück zu nehmen, geduldig(er) zu sein und haben dadurch einen sehr abwechslungsreichen Alltag.

Alles in Allem sind wir mit der aktuellen Aufteilung sehr zufrieden und auch unsere Samtpfoten machen einen sehr zufriedenen Eindruck. Wir hoffen das es so bleibt.

Vielleicht sollten wir noch erwähnen das es trotz der räumlichen Trennung unserer Katzen keine geschlossenen Türen gibt. Wir haben selbstgebaute Türen mit Fliegengitter (Petscreen-Gewebe), wodurch sich die Katzen zu jeder Zeit sehen, beschnuppern und miteinander kommunizieren können. Und so bekommen sie auch alle Alltagsgeräusche & - gerüche mit.

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